Die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, warnte davor, dass die Weltwirtschaft weiterhin nicht ausreichend auf die zunehmenden Schocks vorbereitet sei. Sie betonte, dass die Welt in eine Phase eingetreten sei, in der aufeinanderfolgende Krisen zur Normalität geworden seien und nicht mehr als Ausnahmeereignisse betrachtet werden könnten.
Georgieva erklärte, dass die vergangenen Jahre von einer Reihe aufeinanderfolgender Krisen geprägt gewesen seien – von der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine über globale Handelsspannungen bis hin zum anhaltenden Konflikt im Nahen Osten. Sie unterstrich die Notwendigkeit, die Widerstandsfähigkeit der Volkswirtschaften zu stärken und tragfähige Grundlagen zu schaffen, um künftigen Herausforderungen besser begegnen zu können.
Zudem kündigte sie an, dass der Internationale Währungsfonds seine Prognosen für das globale Wirtschaftswachstum im kommenden Juli aktualisieren werde, nachdem er seine Wachstumserwartungen bereits im April aufgrund der Auswirkungen geopolitischer Spannungen und Konflikte nach unten korrigiert hatte.
Darüber hinaus erklärte Georgieva, dass der IWF zu einem späteren Zeitpunkt die regelmäßige Bewertung der russischen Wirtschaft wieder aufnehmen wolle. Diese war zuvor verschoben worden, da es im Zusammenhang mit dem Krieg schwierig gewesen sei, die erforderlichen Wirtschaftsdaten zu erhalten.


